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Podcasts zu Selbstbehauptungs- und Resilienztraining für Kinder

  • Autorenbild: Angelika Bretthauer
    Angelika Bretthauer
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Erste Podcast-Folge zum Thema Kinder Stärken

Mobbing ist ein Thema, das viele Familien und Schulen betrifft – und gleichzeitig häufig unterschätzt wird. Wer einmal einen Blick hinter die Kulissen wirft, sieht schnell: Es geht nicht nur um Hänseleien oder „harmloses Kräftemessen“. Mobbing ist ein sozialer Prozess, bei dem ein Kind oder eine Jugendliche systematisch ausgegrenzt, erniedrigt oder verletzt wird. Was für Außenstehende wie „Streiche“ aussieht, kann für Betroffene tiefgehende emotionale Auswirkungen haben.

Gerade dieses komplexe Gesicht von Mobbing wird in vielen Videos, Berichten und Aufklärungsformaten thematisiert – darunter auch authentische Fallbeispiele, in denen Betroffene ihre Erfahrungen schildern und erklären, wie schwierig es sein kann, aus einer Mobbingsituation wieder herauszufinden.


Was ist Mobbing überhaupt?


Im Kern geht es bei Mobbing um ein ungleiches Machtverhältnis, bei dem eine Person wiederholt und über einen längeren Zeitraum Ziel von Angriffen wird. Diese Angriffe können verbal sein, körperlich, digital (Cybermobbing) oder emotional – etwa durch gezielte Ausgrenzung aus der Gruppe.

Was viele nicht wissen: Mobbing wirkt oft subtil – es beginnt nicht immer mit Gewalt oder großen Worten, sondern schleicht sich über kleine, wiederholte Situationen in den Alltag eines Kindes ein.


Wie fühlen sich Kinder im Mobbing-Alltag?


Für betroffene Kinder ist der Schulalltag nicht einfach nur unangenehm – oft ist er mit Angst, Scham, Isolation oder dem Gefühl von Ohnmacht verbunden. Studien und Erfahrungsberichte zeigen, dass gemobbte Kinder häufig kein soziales Netz mehr sehen und Verlust des Selbstvertrauens erleben.

Manche Kinder ziehen sich zurück, andere verstecken körperliche oder seelische Beschwerden wie Bauchschmerzen oder Schlafprobleme. Verhalten, das von außen wie „Zickigkeit“ wirkt, kann in Wahrheit ein Hinweis auf tieferliegende Probleme sein.


Warum ist Mobbingprävention wichtig?


Mobbing ist kein „Kinderproblem“, das sich von selbst löst. Forschung und pädagogische Praxis zeigen, dass eine klare Präventionskultur in Schulen, Familien und sozialen Gruppen notwendig ist – sie kann helfen, Rollen, Dynamiken und typische Situationen frühzeitig zu erkennen und positiv zu verändern.

Prävention heißt nicht nur, Opfer zu schützen, sondern allen Beteiligten zu zeigen, wie sie:

  • Verhalten erkennen, das zu Mobbing führt

  • Konflikte konstruktiv lösen

  • empathisch miteinander umgehen

  • Verantwortung übernehmen

können.


Was kann wirklich helfen?


Ein einzelnes Video kann oft nur einen Anstoß geben. Wirklich nachhaltig helfen Maßnahmen, die das Kind in seiner inneren Stärke und Handlungskompetenz unterstützen – etwa durch:

  • Angebote zur Förderung von Selbstbewusstsein und Selbstbehauptung

  • Resilienz-Training, das Kindern Werkzeuge zur Emotionsregulation vermittelt

  • Unterstützung durch Fachkräfte, Lehrer und Eltern

  • Ein soziales Umfeld, das klar Haltung gegen Mobbing zeigt

Gerade Kinder, die gelernt haben, eigene Grenzen wahrzunehmen und ruhig zu vertreten, fühlen sich in sozialen Situationen sicherer und werden seltener zum Ziel von Mobbing.


Fazit


Mobbing ist ein Thema, das uns alle betrifft – Eltern, Lehrkräfte und Kinder gleichermaßen. Ein Video kann sensibilisieren, zeigen, was möglich ist und Mut machen. Noch wirkungsvoller ist es jedoch, wenn wir gemeinsam weiter an den Strukturen arbeiten, in denen Kinder wachsen, lernen und sich entwickeln.

Nur so schaffen wir Lernumgebungen, in denen sich Kinder verstanden, unterstützt und stark fühlen – und in denen Mobbing keinen Platz hat.

 
 
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